„Wir sind eher skeptisch!“

„Wir sind eher skeptisch!“

Die Eltern: Wir sind eher skeptisch, ob das wirklich hilft. Unsere Tochter übt zwar regelmäßig, aber wir sehen kaum Fortschritte. Die App gibt nur Sterne und Punkte, aber kein richtiges Feedback. Kritisch sehen wir auch, dass das Tablet nun regelmäßig beim Üben dabei sein soll. Ist nicht gerade beim Musizieren das eigene Hören und das unmittelbare Feedback des Instruments entscheidend? Wir haben das Gefühl, dass das mobile Gerät eher ablenkt als hilft.

ZM: Haben Sie bereits mit dem Lehrer Ihrer Tochter gesprochen?

Die Eltern: Ja. Wir hatten aber den Eindruck, dass er nicht wirklich dahinter steht und die App nur nutzt, weil die Musikschule sie einfach für alle eingeführt hat.

„Wir als Eltern wollen mit einbezogen werden.“

ZM: Was müsste eine Software aus Ihrer Sicht leisten, damit das digital unterstützte Üben einen Mehrwert für Ihr Kind darstellt?

Die Eltern: Wie gesagt, wir würden uns ein direktes Feedbacksystem wünschen. Das könnte unsere Tochter unterstützen und den Übungserfolg hörbar machen. Allerdings müsste es von den Lehrern gut eingeführt und im Unterricht eingesetzt werden, vielleicht auch wir als Eltern mit einbezogen werden, damit wir unserer Tochter helfen können. Dann könnte auch der Einsatz des Tablets beim Üben sinnvoll sein.

ZM: Das Angebot ist ja noch neu. Wie wollen Sie in Zukunft damit umgehen?

Die Eltern: Wenn der Umgang mit der App so bleibt, würden wir gerne darauf verzichten. Sollte die Musikschule Kurse anbieten, werden wir die Entwicklung offen, aber skeptisch beobachten.
Wir wollen uns der digitalen Welt nicht verschließen, aber wir wollen kritisch mit den Angeboten umgehen und die Sinnhaftigkeit erst prüfen. Wenn wir überzeugt sind, wie z.B. bei den neuen digitalen Lernangeboten in der Schule, dann verschließen wir uns nicht. Unsere Aufgabe als Eltern sehen wir auch darin, unser Kind mit der Technologie nicht allein zu lassen.

ZM: Vielen Dank für das Gespräch!